Warum Migräneprävention 2026 unbequem bleiben muss

Ein Plädoyer für Eigenverantwortung und Nervensystem Regulation

Ich schreibe diesen Beitrag im Januar 2026 bewusst klar und vielleicht auch unbequem. Nicht weil ich provozieren möchte, sondern weil ich Frauen ernst nehme. Dich. Dein Leben. Deinen Körper. Deine Gesundheit. Und weil ich seit vielen Jahren erlebe, dass Migräne viel zu oft verwaltet wird, statt ihr wirklich vorzubeugen.

Täglich arbeite ich mit Frauen zwischen fünfundzwanzig und fünfundsechzig. Hausfrauen, Mütter, berufstätige Frauen. Viele von ihnen sind leistungsfähig, verantwortungsvoll, fürsorglich für andere und erstaunlich nachsichtig mit sich selbst. Sie funktionieren. Sie halten durch. Sie nehmen Medikamente. Und sie hoffen insgeheim, dass es irgendwann weniger wird. Oder wenigstens nicht schlimmer.

Was ich kontrovers finde und offen anspreche ist Folgendes. Migräne wird noch immer überwiegend als isoliertes neurologisches Problem behandelt. Als etwas, das man medikamentös kontrollieren muss. Dabei zeigen aktuelle Erkenntnisse aus der Schmerzforschung, der Psychoneuroimmunologie und der Stressphysiologie ein anderes Bild. Migräne ist keine reine Kopfangelegenheit. Sie ist Ausdruck eines überlasteten Nervensystems.

Ich selbst habe das am eigenen Körper erfahren. Meine Migräne begann in der Pubertät und begleitete mich viele Jahre. Medikamente waren ein fester Bestandteil meines Alltags. Sie haben Symptome gedämpft. Sie haben mir aber nicht geholfen, die Ursache zu verstehen. Erst als ich begann, mein Nervensystem ernst zu nehmen, änderte sich etwas nachhaltig. Nicht schnell. Nicht spektakulär. Aber tiefgreifend.

Heute weiß man, dass das autonome Nervensystem eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräne spielt. Insbesondere die chronische Überaktivierung des sympathischen Nervensystems. Also genau jenes Systems, das für Leistung, Alarm und Durchhalten zuständig ist. Viele Frauen leben dauerhaft in diesem Modus. Zwischen Terminen, mentaler Belastung, emotionaler Verantwortung und innerem Druck.

Migräne ist in diesem Kontext kein Defekt, sondern ein Warnsignal. Ein intelligenter Versuch des Körpers, eine Pause zu erzwingen. Das ist unbequem. Denn es bedeutet, dass wir nicht nur nach der nächsten Tablette fragen sollten, sondern nach unserem Lebensstil.

Prävention bedeutet hier nicht Verzicht oder Disziplin im klassischen Sinne. Prävention bedeutet Beziehung zum eigenen Nervensystem. Die Fähigkeit, Spannung wahrzunehmen, zu regulieren und bewusst wieder in einen Zustand von Sicherheit zu kommen. Genau hier setzt Yoga und Yogatherapie an.

Yoga ist keine Dehnübung und keine Entspannungsmethode für zwischendurch. Richtig angewendet ist Yoga ein neuroregulatorisches Training. Atem, Bewegung, Aufmerksamkeit und innere Haltung wirken direkt auf vagale Aktivität, Stresshormonregulation und Schmerzverarbeitung. Studien zeigen, dass regelmäßige yogatherapeutische Praxis die Stressreaktivität senken und die Schmerztoleranz erhöhen kann. Nicht durch Ablenkung, sondern durch Regulation.

Was ich kritisch sehe ist die verbreitete Haltung, dass Gesundheit etwas ist, das von außen repariert wird. Durch Medikamente, durch Behandlungen, durch schnelle Lösungen. Das entlastet kurzfristig. Es entmündigt aber langfristig. Eigenverantwortung wird oft missverstanden als Schuldzuweisung. Das ist sie nicht. Eigenverantwortung bedeutet Handlungsfähigkeit.

Du darfst fragen, was dein Körper braucht. Auch darfst Du lernen, deine inneren Zustände zu beeinflussen. Du darfst Alternativen zur Dauermedikation prüfen, in enger Abstimmung mit ärztlicher Begleitung. Es geht nicht um ein Entweder oder. Es geht um ein Sowohl als auch mit klarer Perspektive auf langfristige Gesundheit.

Ein gesunder Lebensstil ist in diesem Zusammenhang kein Trend, sondern eine medizinisch relevante Maßnahme. Schlafqualität, regelmäßige Bewegung, stabile Blutzuckerregulation, bewusste Pausen, soziale Sicherheit und emotionale Selbstregulation sind nachweislich mit der Funktion des Nervensystems verknüpft. Migräneprävention beginnt nicht im Kopf, sondern im Alltag.

Ich weiß, dass dieser Ansatz Mut erfordert. Er verlangt Geduld. Er fordert Ehrlichkeit. Und er passt nicht immer in ein System, das schnelle Lösungen bevorzugt. Aber er ist wirksam. Und vor allem nachhaltig.

In meiner Arbeit und in meinem Endlich Migränefrei Programm begleite ich Frauen genau auf diesem Weg. Nicht mit Heilversprechen. Nicht mit dogmatischen Regeln. Sondern mit Wissen, Erfahrung und einer klaren Haltung. Dein Körper ist nicht dein Gegner. Dein Nervensystem ist lernfähig. Auch nach vielen Jahren Migräne.

Wenn du diesen Beitrag liest und spürst, dass dich das anspricht, lade ich dich ein, den nächsten Schritt zu gehen. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wie deine Migräne aus nervensystemischer Sicht zu verstehen ist und welche präventiven Ansätze für dich sinnvoll sind. Alternativ kannst du direkt an meinem Stressreduktions Yogakurs teilnehmen und beginnen, dein Nervensystem gezielt zu regulieren.

Prävention beginnt mit Wissen. Und mit der Entscheidung, dich selbst ernst zu nehmen.

Deine Anke Schneider
Yogatherapeutin & Migräne-Expertin

Ich bin Anke Schneider,

im Yogatherapie – Unterricht und als ganzheitliche Expertin für deine Migräne-Bewältigung begleite ich dich, auf deinem Weg, dein natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.

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Früher bestimmte Migräne über mein Leben. Heute ist es genau umgekehrt.

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